10. Dezember 2010

BUND begrüßt Vorstoß des Landrates

Straßenbäume könnten landesweit aus dem öffentlichen Bild verschwinden und die ohnehin abnehmende Anzahl von Alleen und Straßenbäumen könnte von Jahr zu Jahr weiter reduziert werden. Keine Schädlinge und keine Krankheit bedrohen die Bäume, sondern eine Behördenrichtlinie, die 2009 eingeführt wurde. Die Richtlinie sieht vor, dass Bäume an Landes- und Bundesstraßen künftig in einem Abstand von mindestens 7,50 Metern gepflanzt werden müssen. Bei Einhaltung dieser Abstände müssten Straßenbreiten von mehr als 25 Metern in Zukunft die Regel werden. Das ist schon aus Gründen des Flächenerwerbs kaum denkbar. Außerdem ginge der ursprüngliche Alleecharakter verloren. Besonders gravierend ist auch die Tatsache, dass die Mittelgewährung durch das Land Niedersachsen für Straßenbaumaßnahmen an die Einhaltung der Vorgaben dieser Richtlinie gebunden ist.

Die BUND Kreisgruppe Ammerland begrüßt ausdrücklich den Vorstoß von Landrat Jörg Bensberg, der in einem Brief an Wirtschaftsminister Jörg Bode auf die gravierenden Auswirkungen der Richtlinie auf die Ammerländer Alleen aufmerksam macht und auf die finanziellen Nachteile, die entstünden, wenn der Landkreis seine Alleen und Straßenbäume erhalten wolle.

Alleen sind ein wertvoller Bestandteil der Ammerländer Kulturlandschaft mit zahlreichen Vorzügen. Sie sind ein prägendes Element des Landschaftsbildes, schützen vor Verkehrslärm und leisten einen großen Beitrag zum Klima- und Naturschutz. Alleen dienen aber auch als Gestaltungselement der besseren Erkennbarkeit des Straßenverlaufs und führen automatisch zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit.

10. Oktober 2010

BUND Kreisgruppe Ammerland will aktive Naturschutzarbeit wieder verstärken

Nach einem interessanten Vortrag über den Weißstorch wurde bei der Jahreshauptversammlung ein neuer Vorstand gewählt

Der jahrzehntelange Abwärtstrend der Weißstörche in Niedersachsen scheint gebrochen. Die Zahl der Storchenpaare ist seit 1990 kontinuierlich angestiegen, nicht zuletzt aufgrund des niedersächsischen Weißstorch-Programms. Dennoch bestünde kein Anlass zur Euphorie, bemerkte der Vortragende Dr. Reinhard Löhmer, BUND-Vorstandsmitglied und Weißstorchbetreuer für die Staatliche Vogelschutzwarte Niedersachsen. Eine echte Trendwende in der Bestandsentwicklung des Weißstorches sei in Niedersachsen noch nicht in Sicht. Insbesondere im Westen und Nordwesten des Landes stagnierten die Bestände auf niedrigem Niveau. Ursache sei hauptsächlich der Verlust geeigneter Lebensräume. Der Weißstorch habe besonders bei der Jungenaufzucht einen enormen Nahrungsbedarf und sei dabei auf Feuchtwiesen und Niederungen angewiesen.

 

Dem Erhalt von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen möchte sich die BUND Kreisgruppe Ammerland wieder verstärkt widmen. Auf der Jahreshauptversammlung am 7. Oktober wurde deshalb über einen neuen Vorstand abgestimmt. Ohne Gegenstimmen wurden Susanne Grube zur ersten Vorsitzenden, Eckart Liebl zum stellvertretenden Vorsitzenden und Helmut Rademacher zum Schatzmeister gewählt. Der frischgebackene Vorstand war sich einig: „Intakte Lebensräume für Tiere und Pflanzen bilden die Lebensgrundlage des Menschen“. Vor diesem Hintergrund wünscht sich die Kreisgruppe eine gute Zusammenarbeit mit anderen Verbänden aus dem Bereich Naturschutz, Jagd und Landwirtschaft. Die Kreisgruppe wird in den kommenden Wochen zu einem Gedankenaustausch über die konkreten Inhalte ihrer Arbeit einladen.

 

Ansprechpartner:

Susanne Grube, Tel. 04488 98139

Eckart Liebl, Tel. 04488 6281

Helmut Rademacher, Tel. 04458 918091



Jahresbericht 2006

Titelseite des Jahresberichtes 2006, Wildkatze als Titelbild

Einblicke in die Arbeit des BUND, seine Einnahmen und Ausgaben, die Zahl seiner Mitglieder und Förderer – das alles und noch viel mehr finden Sie im

Jahresbericht 2006 (3,9 MB)

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